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Fetisch Kurzgeschichte: Leder Finger und Hassliebe

Fetisch Kurzgeschichte: Leder Finger und Hassliebe

Der Leder Bad Boy und die brave, junge Studentin

Es war gar nicht so einfach gewesen. Stunde um Stunde saß sie an ihrem alten Mahagoni-Schreibtisch, ein Erbstück ihrer „verrückten“ Tante, wie sie diese lebenslustige Dame immer liebevoll nannte. Das Möbelstück strahlte Ruhe und Souveränität aus, erdete sie in manch mühsamen Stunden des Lernens. Diszipliniert musste sie sein, bei schönstem Sonnenschein riss sie sich zusammen und verinnerlichte sich Sigmund Freuds Thesen über das Menschsein und seine Besonderheiten, anstatt Schwimmen oder ein Eis essen zu gehen.

Nicht alle ihrer Freundinnen übten sich so in Maßregelung wie sie. Im Gegenteil, sie alle genossen ihr Leben und verlagerten die Prioritäten ganz anders als sie. Lea schaffte auf diese Art und Weise ihr Abitur mit einem ausgezeichneten Abschluss. Noch heute kommen in ihr stolz die Erinnerungen hoch, als sie als Klassenbeste abschloss und sogar eine kleine Auszeichnung bekam.


Lea hatte es ihrer geliebten Tante versprochen. Dieser war es verwehrt geblieben, doch sie wollte es auf die Uni schaffen und Psychologie studieren. Dabei ging sie mit größter Sorgfalt und einem umsichtigen Ehrgeiz zugange, dass ihr Umfeld dafür schon fast kein Verständnis mehr hatte und ihr den Spitznamen „Streberin“ gab.

Komische Fetische, Fetischchat und Liebeserklärung

Doch dies störte Lea nicht wirklich. Viele derer, die sie herablassend Streberin nannten, konnten nicht auf so einen guten Lebenslauf wie sie zurückblicken. Diese Anerkennung, diese Bestätigung war ihr Lebenselixier, gab ihr Zuspruch und die Sicherheit, eine gewisse innere Leere zu füllen, die sie gekonnt verdrängte und nur in den seltensten Momenten deren Existenz erahnte.

Einmal, als sie eigentlich todmüde war, verirrte sie sich in ein Fetischforum und las über komische Fetische und die buntesten Fetischanzeigen. Dabei geriet sie unverhofft in einen Fetischchat mit einem Mann, der über seine zahlreichen Fetische sprach und Lea schon wenige Stunden später seine Zuneigung in Form einer opulenten Liebeserklärung aussprach.

Dieses distanzlose Vorgehen erschreckte Lea mehr, als dass es ihr imponierte. Nein, sie konnte sich gut vorstellen, wie verwirrt diese Typen mitunter waren. Zum Glück war sie frei von den Gedanken, sich an dem Geruch eines bestimmten Materials zu erregen oder mit dessen Mitwirken Sex haben zu wollen. Diese Fetischisten konnten ihr gestohlen bleiben!

Nicht umsonst studierte sie Psychologie. Die erlernten Verhaltensregeln und didaktischen Hintergründe menschlichen Verhaltens konnte sie auf diese Weise perfekt für sich anwenden. Und sie war stolz darauf, sich jederzeit im Griff zu haben und nicht von mächtigen Trieben beherrscht zu werden, die möglicherweise irgendwann überhand nehmen konnten.

So wurde sie mit Höchstleistungen auf der Uni aufgenommen, worüber sie sich sehr freute. Doch das Lernen brach dadurch nicht ab, sondern wurde noch zeitaufwendiger. So lebte Lisa für ihr Studium, aß und schlief, um am nächsten Tag wieder im gleichen Trott fortzufahren. Sie brauchte sonst nichts zu ihrem Glück, schon gar keinen Mann.

Sie hatte keinerlei Lust, von einem neuen Mann herumkommandiert und zu sehr vereinnahmt zu werden. Das hatte noch nie ein Mann geschafft, und das sollte auch so bleiben, resümierte sie in Gedanken. Übertriebene Liebesbriefe und Versprechungen konnten nur in einer Hassliebe enden, dessen war sie sich sicher. Oder das Liebeshoroskop eines billigen Heftchens füllen.

Der Fremde und die Liebe zu Leder

Nach einem schnellen Frühstück machte sie sich hastig auf den Weg zur Uni. Lea hatte beinahe total verschlafen, was ihre Laune nicht gerade hob. Da, ein freier Parkplatz auf dem Unigelände, auf dem sie sonst immer gerne steht! Schnell fuhr sie an, um sogleich von einem anderen Fahrzeug ausgebremst zu werden. „Was für eine Unverschämtheit!“, ruft sie aus dem Fenster, welches sie umgehend herunterließ.

Ein schneidiger, schwarzer und sportlich geschnittener Wagen fuhr in aller Ruhe in die Parkbucht. Und auf einmal hielt Lisa die Luft an. Ein hoch gewachsener, definierter Männerkörper kam zum Vorschein. Grüne Sneakers, eine enganliegende Lederhose, Drei-Tage Bart, schwarze Lederjacke, blonde und kurze, sehr stylish geschnittene Haare.

„Ein wirklich schöner Mann“, entfuhr es ihr auf einmal. Sein Outfit ließ sie die Stirn runzeln, so ganz in Leder, wie er gekleidet war. War das etwa einer der Fetisch-Vögel, die sich im besagten Fetischchat herumtrieben? Doch etwas Faszinierendes ging von ihm aus - und dem Leder.

Erschrocken über das sofortige Kribbeln in ihrem Körper wollte sie schon wieder anfahren und ihre Parkplatzsuche fortführen, da kam dieser wahnsinnig attraktiv aussehende Mann doch tatsächlich auf sie zu. Ihr stockte der Atem, sie konnte ihren Puls in ihren Ohren pochen hören.

Ein heftiges, fast schon schmerzhaftes Sehnen meldete sich schlagartig zwischen ihren Beinen, ihre Brustspitzen wurden instinktiv hart. Unbewusst befeuchtete sie sich ihre Lippen und warf ihre dunkle Lockenmähne über ihre Schultern. Unruhig rieb sie ihren runden Hintern auf dem Sitz hin und her.

Zornige, grün-graue Augen, umrahmt von dunklen Wimpern, kombiniert mit blondem Haar, richteten sich direkt in ihre braunen. Schweiß begann zwischen ihren Brüsten durchzurinnen. Leas Körper reagierte mit einer Heftigkeit auf diesen Mann in Leder, die sie fast aus der Bahn warf. Lässig krempelte er die Arme der Lederjacke nach oben und lehnte mit seinem kräftigen und behaarten Unterarm an ihrem Auto an.

„Hi. Ich heiße Alex. Und in Zukunft wirst du mir gleich Platz machen, ohne "Unverschämtheit" zu rufen, klar?“ Lea war vollkommen überrumpelt ob der Diskrepanz von Aussehen und Benehmen. Schließlich brachte sie ungläubig hervor: „Wie bitte?“

„Also nochmal für die Begriffstutzigen unter uns. Ich bin hier der Boss. Wenn ich komme, hast du Platz zu machen. Glaubst wohl, du bist etwas Besseres als ich? Verstanden, du kleine Streberin?"

Lea stand der Mund offen. Noch nie hatte sich ein Mann ihr gegenüber so respektlos benommen. Das konnte sie ja wohl nicht auf sich sitzen lassen! Empört stieß sie die Tür auf, drängte ihn dadurch zur Seite und stieg aus. Sogleich baute sie sich vor ihm auf, wollte körperliche Größe demonstrieren, was jedoch nicht viel half, denn Alex war einen guten Kopf größer als sie und Lea nicht gerade klein. „Was erlaubst du dir eigentlich! Ich bin hier schon lange am Studieren und habe meinen Stammparkplatz, den mir noch Niemand.“

Ein Kuss und der Geruch von Leder

Zu mehr kam sie nicht. Der starke Mann namens Alex packte auf einmal in die Mähne an ihrem Hinterkopf, drückte sie mit seinem kantigen Becken gegen ihr Auto und zwängte seine Zunge in ihren Mund. Lea schaffte es gerade noch, kurz Luft zu holen, da spürte sie bereits seine gierige, drängende Nässe. Der Kuss war ein Exempel der Macht.

Alex ging nicht wirklich zärtlich vor. Nein, in keiner Weise. Grob schob er sie bestimmend gegen das kalte Auto, nahm wie selbstverständlich ihren zarten Mund in Besitz und schob seinen kräftigen Schenkel zwischen ihre Beine. Dass sie gerade heute ein Kleid trug, obwohl sonst eher Jeans ihre Konturen schmückten, war ein Zufall, den Alex gnadenlos ausnutzte.

Sein Knie rieb sich provokant an ihrer Vulva. Das Gefühl, als das Leder ihre Haut streifte, dazu der einzigartige Geruch des Materials, gepaart mit Alex Dominanz, verwirrten Lea gänzlich. Was war nur los mit ihr? Wo blieb ihre Contenance? Sie fühlte sich nackt und hilflos, ihrer Lust willenlos ausgeliefert.

Lea konnte nicht mehr klar denken. Tausende von neuartigen Empfindungen durchrieselten auf einmal ihren Körper, ließen sie vibrieren wie ein Instrument, das gerade vom Meister bespielt wird. Diese warme Zunge stieß immer wieder zu, „vergewaltigte“ beinahe ihren Mund. Sie schmeckte diesen Mann mit seinem rauen und ungehobelten Verhalten, roch seine männliche Essenz, seinen Moschus, das faszinierende Leder. Ihre Sinne spielten komplett verrückt.

Auf einmal lag seine Hand auf ihrer Mitte. Lea zuckte kurz zusammen, denn sie hatte es nicht kommen sehen. Ein kurzer Lufthauch an ihren Beinen, hob Alex dreist den Rock des Kleides und verschaffte sich Bahn zu ihrem Heiligtum. Sie sollte ihm jetzt zwischen die Beine treten und eine schallende Ohrfeige verpassen! Eigentlich. Gott, was war denn nur mit ihr los? Lea ließ sich von diesem Grobian beinahe auf der Straße vor aller Augen nehmen!

Unwillkürlich drückte sie ihre Schenkel zusammen, doch er ließ es nicht zu. Indem Alex sein Körpergewicht ein wenig verlagerte, hatte sie erneut keine Chance der Gegenwehr. Er war einfach zu präsent, zu bestimmend in seinem Verhalten. Doch wollte sich Lea wirklich wehren? Überwältigte Alex sie gerade in echt? Nein, wenn sie ehrlich zu sich selbst war. Der Fremde rüttelte sie wach, brachte ihre ganze Welt gehörig durcheinander, doch Gewalt tat er ihr gerade definitiv nicht an.

Im Gegenteil. Alex schien instinktiv zu spüren, was sie in ihrem tiefsten Inneren genau in diesem Moment zu brauchen schien. So, als hätte Lea lange geschlafen und sei endlich wachgeküsst worden. Und nicht nur sie und ihre Lust, sondern auch ihr sexueller Fetischismus. Leder, was für ein anschmiegsames, duftendes, lebendiges Material. Sie wollte viel mehr davon kosten und genießen!

Zuneigung mit eindringenden Fingern

Alex ausgeprägten Finger umgriffen mit festem Griff ihre äußeren Schamlippen, zogen beherzt und begannen, die Schamlippen zu teilen und unaufhörlich ihren Kitzler zu reiben. Zwischen Daumen und Zeigefinger rieb er ihre Perle mit unnachgiebigem und dennoch sanftem Druck, reizte sie immer weiter. Wie sich diese Bewegungen wohl mit Fingern in Leder Handschuhen anfühlen würden? Lea wagte kaum, diesen berauschenden Gedanken fortzuführen.

Zu sehr war das Gefühl da, die Welt bliebe stehen. Ihr Kopfkino kreiste unaufhaltsam. Klare Schlüsse konnte sie schon lange nicht mehr fassen. Auf offener Straße geschah ihr Liebesspiel. So etwas hätte sie noch am Morgen niemals für möglich gehalten. War das wirklich gerade sie? Die liebe, strebsame Lea, die nur für das Lernen und ihr Studium lebt, die sich diszipliniert zusammenreißt? Seit wann gab sie sich fremden Typen in Ledermontur schnell hin?

Alex konnte wohl ihre Gedankengänge erraten. Zusammen mit den Stößen seiner Zunge führte er auf einmal zwei seiner dicken Finger in Lea ein. Rhythmisch ließ er sie von außen nach innen und wieder zurückgleiten. Er penetrierte mit seinen Fingern ihr inzwischen triefend nasses Dreieck. Ein leichtes Schmatzen war zu hören. Als Antwort darauf öffnete Lea ihre Beine noch weiter. Instinktiv schob Alex einen weiteren Finger hinterher. Ein Stöhnen entrang Lea, aufgefangen von seinem Mund. Kurz gab er ihn frei, gewährte ihr das Luft holen.

Mit hochrotem Kopf bemerkte Lea, dass sie unbeobachtet zu sein schienen, da sich ihr Platz etwas abseits vom Haupt-Parkplatz befand. Geschickt verbarg er sie unter seiner Lederjacke, frankierte sie schützend vor neugierigen Blicken ab, verbarg ihr Fetischspiel vor der Außenwelt. Lea gefiel es, dass Alex trotz aller Leidenschaft auf ihre Privatsphäre achtete und sie nicht egoistisch seinen Trieben folgend ohne Nachfrage zur Schau stellte. Ein Übergriff war das wirklich nicht, eher ein unglaublich intensives und achtsames, gegenseitiges Genießen.

„Ich habe dir nicht erlaubt, das mit mir zu tun, Alex!“, fauchte Lea ihn schwer keuchend und übermannt von heftigen Emotionen an. Verwegen grinsend blickte Alex auf Lea herab. Wie ein Pirat aus fernen Zeiten, der nonchalant in Besitz nahm. Makellose, weiße Zähne blitzten sie an. Sinnlich leckte er sich über seine vollen Lippen. Lea wollte es nicht, doch folgte unwillkürlich jedem seiner Bewegungen. Auf einmal beugte sich Alex wieder näher zu ihr und raunte in ihr Ohr:

„Hast du es schon vergessen? Ich bin hier der Boss. Und du, kleine Streberin, genießt gerade jeden verdammten Moment, in dem ich dich in Besitz nehme. Dein süßer Streberspalt ist klatschnass.“ Nach einer kleinen Pause fügte er hinzu: "Wie schön du in einem Leder Rock aussehen würdest. Oder hinreißend verführerisch in einem Leder Catsuit."

Ein heftiger Orgasmus und wahre Liebe

Scham überkam Lea ob ihrer eigenen Lust, die vollkommen unerwartet über sie hereinbrach, geteilt mit diesem fremden Unhold, der wohl keine guten Manieren zu seinen Charaktereigenschaften zählen konnte. Sie stand hier auf einem Parkplatz, ihr Schritt quoll vor Lust Saft über, mit geschwollenen Lippen, wie ein leichtes Mädchen. Glaubte dieser Fremde denn, sie war einfach zu haben?

Alex musste ihre Empfindungen gespürt haben. Woher die unglaublich intensive Vertrautheit und Anziehungskraft kam, konnten beide nicht erklären. Tief versank er in ihren Augen, streifte eine Haarsträhne aus dem geröteten Gesicht und wisperte liebkosende Worte: „Kleine, bezaubernde Streberin, schäme dich niemals deiner Lust. Deswegen wirst du nie verdorben sein, verstehst du? Du bist so rein und unschuldig… Und ich so roh und schmutzig. Vertraue mir dennoch, ich meine es gut mit dir. Lasse dich fallen. Ich werde dir die ganze Welt des Fetischs zeigen. Du wirst nicht glauben, was es alles zu entdecken gibt, neben dem Leder.“

Daraufhin senkte er seinen Mund erneut auf den ihren. Diesmal wartete er, verharrte bittend vor ihren Lippen, ihre Erlaubnis erhaschend. Kaum öffnete Lea mit einem kurzen, sehnsuchtsvollen Stöhnen ihre Lippen, teilte er sie stürmisch mit seiner Zunge. Kurz kam Lea der Gedanke, dass sie in dem Moment ihre Vorlesung verpasste, die schon längst begonnen hatte.

Das war ihr noch nie zuvor passiert. Vor einer Stunde hätte sie sich ob dieses Umstands noch in Grund und Boden geschämt. Doch nun, behütet in den Armen des Fremden, fühlte sich Lea lebendig wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Hatte sie dieses Gefühl überhaupt schon einmal gekannt? Den Boden unter ihren Füßen kaum mehr wahrnehmend, scheinbar schwebend vor lauter Glück.

Seine Hand tastete nach ihr. Das weiche und geschwollene Fleisch nahm seine Finger bereitwillig auf. Diesmal glitten sie gänzlich in sie, stießen erst sanft, dann immer härter zu, geschützt vor den neugierigen Blicken der Außenstehenden. Mit jedem Drängen stöhnte Lea mehr.

Auf einmal wurde ihr beinahe schwarz vor Augen. Ein gewaltiger Ansturm ungeahnter Gefühle der Erregung und der Begierde überkamen Lea. Zerrten sie mit, ließen sie fliegen in ferne Welten, deren Existenz nur ansatzweise erahnt werden konnte. „Flieg, verruchte Streberin!“, meinte Lea Alex noch in der Ferne sagen zu hören…

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